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Kirchen, Orgeln und Glocken in Münster
Innenstadt - kath. St. Mauritz-Kirche

Die Fleiter-Orgel der kath. St. Mauritz-Kirche Münster

Wie fast alle Orgeln Münsters, so wurde von den Wiedertäufern auch das Instrument in der Stiftskirche St. Mauritz vor den Toren der Stadt vernichtet, das Johann ton Soide 1503 im Westturm aufgestellt hatte. 1578 kaufte man eine Orgel aus einer reformierten Kirche in den Niederlanden, die 1664/67 bzw. 1687 durch J.H. Reinking und Söhne umgebaut wurde. Ein Neubau erfolgte 1833 durch den Münsterschen Orgelbauer Johann Kersting. Einiges Material aus dieser Orgel wurde 1882 anläßlich eines Neubaus durch Friedrich Fleiter (Münster) übernommen. Den kunstvollen schmiedeeisernen Prospekt entwarf der Architekt Wilhelm Rincklage; die münstersche Malerin Marianne Wagener gestaltete den Arkadenfries. Bei einem eingreifenden Umbau ersetzte Franz Breil (Dorsten) 1955 die Gambe 8' des Hauptwerks durch eine Cimbel sowie Geigenprincipal 8' und Salicional 8' durch Quinte bzw. Scharff ; die Manualklaviaturen wurden vertauscht und das Pedal von d' auf f' erweitert. Eine Restaurierung durch Romanus Seifert (Kevelaer) machte die Änderungen 2002 weitgehend wieder rückgängig. Die Orgel der Maurtizkirche stellt heute das grösste und kunsthistorisch wertvollste Instrument unter den wenigen erhaltenen Denkmalorgeln der Stadt Münster dar.



 
II. Manual Hauptwerk C-f'''
1. Prinzipal 8'  
2. Bordun 16'  
3. Gamba 8' rekonstruiert 
4. Hohlflöte 8'  
5. Oktav 4'  
6. Rohrflöte 4'  
7. Sesquialtera II    
8. Oktav 2'  
9. Mixtur IV    
10. Trompete 8'   
I. Manual Positiv C-f'''
1. Geigenprincipal 8' rekonstruiert 
2. Salicional 8' rekonstruiert 
3. Gedackt 8'  
4. Gedackt 4'  
5. Waldflöte 2'  
6. Klarinette 8'  
Pedal C-f'
1. Subbass 16'  
2. Principalbass 8'  
3. Oktavbass 4'  
4. Posaune 16'  
5. Trompete 8'  
6. Clairon 4'  
Nebenregister
1. Pedalkoppel HW/P    
  mechanische Schleifladen    

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