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Kirchen, Orgeln und Glocken in Münster
St. Mauritz - ev. Auferstehungskirche

Die Hillebrand-Orgel der ev. Auferstehungskirche Münster

Zu Beginn der 60er Jahre hatte die Auferstehungskirche eine Orgel von Detlef Kleuker aus Brackwede erhalten. Das Instrument verfügte über 13 Register auf zwei Manualen und Pedal und besaß - für eine  kleine "evangelische" Orgel dieser Zeit durchaus ungewöhnlich -  eine elektrisch traktierte  Kastenlade und einen freistehenden Spieltisch.  Diese technische Anlage erwies sich nach gerade mal 20 Jahren als Fehlinvestition.
1986 bauten deshalb die Gebrüder Hillebrand aus Altwarmbüchen ein völlig neues Instrument, mit dem erstmals in Münster die Prinzipien der historischen norddeutschen Bauweise Einzug hielten. Die Erbauer verfügten über besondere Erfahrungen mit der Restaurierung von Denkmalorgeln (Lübeck, kleine Jakobikirchenorgel), und so nimmt es nicht Wunder, dass Register wie die Spillfpfeife und das Regal ihre Anregung durch das "Goldene Zeitalter" der norddeutschen Orgelkunst nicht verleugnen können. Durch Verzicht auf eine ungleichstufige Temperierung bleibt andererseits aber auch jüngeres Repertoire zugänglich, sodass beim Einweihungskonzert mit Winfried Berger neben Bach, Buxtehude und Du Mage auch der erste Satz aus Charles-Marie Widors 6. Orgelsinfonie erklang - durchaus überzeugend, wie eine Wiederholung zum 25jährigen Jubiläum im Mai 2006 unter Beweis stellte.

 



Hauptwerk C-g'''
1. Prinzipal 8'  
2. Spillpfeife 8'  
3. Oktave 4'  
4. Spitzflöte 2'  
5. Mixtur IV    
6. Trompete 8'  
Brustwerk C-g'''
1. Gedackt 8'  
2. Rohrflöte 4'  
3. Quinte 2 2/3'  
4. Oktave 2'  
5. Terz 1 3/5''  
6. Scharff III    
7. Regal 8'  
  Tremulant    
Pedal C-f'
1. Subbass 16'  
2. Spillpfeife 8' Transmission
3. Oktave 4' Transmission
4. Posaune 16'  
5. Trompete 8' Transmission 
Nebenregister
1. Manualkoppel II/I    
2. Pedalkoppel I/P    
3. Pedalkoppel II/P    
  Schleifladen    
  Spieltraktur: mechanisch    
  Registertraktur: mechanisch    

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