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Kirchen, Orgeln und Glocken in Münster
Altstadt - ev. Apostelkirche

Die Ott-Orgel der ev. Apostelkirche Münster

Erst 23 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt die Apostelkirche im Jahr 1968 eine angemessene Orgel, die von Paul Ott (Göttingen) mit 36 Registern auf drei Manualen und Pedal erbaut wurde.

1990 wurde die Orgel – wie die der Ev. Universitätskirche - von der Firma Karl Schuke aus Berlin klanglich und technisch sehr behutsam überholt, ohne die der frühen Orgelbewegung verpflichtete Klangästhetik des Erbauers grundlegend zu verändern. Die Kehlen der 16’ Zungen wurden in der unteren Oktave beledert und die Blätter teilweise erneuert. Die Becher von Trompeten und Posaune wurden um einen Halbton verlängert. Dadurch ist ihr Klang tragend und grundtönig geworden. Der Einbau der Koppel BW/OW und schwellbarer Jalousien ins Brustwerk erweitern dynamische Abstufungen, u.a. für romantische Musik.

2000 konnte die bis dahin holzverkleidete Betonbrüstung der Orgelempore entfernt und durchein elegantes Metallgitter ersetzt werden. Seitdem füllt die Orgel auch mit ihren leisesten Stimmen mühelos den Kirchenraum.

Zu ihrem 40. Geburtstag wurde die Orgel 2008 noch einmal von der Firma Schuke überholt. Dabei konnte der Tastendruck der Spielmechanik (bis zu 500g pro Taste bei gekoppelten Werken) auf weniger als die Hälfte reduziert werden. Prinzipal 8’ (HW) und 16’ (Ped.) im Prospekt erhielten Seitenbärte, die die Ansprache erheblich verbessern. Ein sorgfältig intonierter Zimbelstern bereichert das Klangbild der Orgel. (Klaus Vetter)

 

 

Disposition der Hauptorgel

I. Manual Hauptwerk C-g'''
1. Quintade 16'  
2. Prinzipal 8'  
3. Rohrflöte 8' 1990
4. Oktave 4'  
5. Gedackt 4'  
6. Nasat 2 2/3'  
7. Oktave 2'  
8. Rauschquinte II 2 2/3' + 2'  
9. Mixtur IV-VI 1 1/3'   
10. Trompete 16'  
11. Trompete 8'  
II. Manual Oberwerk C-g'''
1. Holzpfeife 8'  
2. Prinzipal 4'  
3. Rohrflöte 4'  
4. Waldflöte 2'  
5. Sesquialtera II 2 2/3' + 1 3/5'  
6. Oktave 1'  
7. Scharff III-V 1'   
8. Dulzian 16'  
  Tremulant    
III. Manual Brustwerk (Schwellwerk) C-g'''
1. Holzgedackt 8'  
2. Blockflöte 4'  
3. Prinzipal 2'  
4. Terz 1 3/5'  
5. Quinte 1 1/3'  
6. Zimbel II 1/2'   
7. Regal 8'  
  Tremulant    
Pedal C-f'
1. Prinzipal 16'  
2. Subbass 16'  
3. Oktave 8'  
4. Pommer 8'  
5. Oktave 4'  
6. Nachthorn 2'  
7. Mixtur V 2'   
8. Posaune 16'  
9. Trompete 8'  
10. Schalmey 4'  
Nebenregister
1. Manualkoppel BW/OW    1990
2. Manualkoppel BW/HW    
3. Manualkoppel OW/HW    
4. Pedalkoppel HW/P    
5. Pedalkoppel OW/P    
6. Zimbelstern    2008
  Schleifladen    
  Spieltraktur: mechanisch    
  Registertraktur: mechanisch    

 

Das Steinmann-Positiv

Für den Einsatz bei der Figuralmusik, beispielsweise bei den anspruchsvollen Passions- und Oratorienaufführungen, wurde 1981 ein transportables Positiv von der Firma Steinmann aus Vlotho erworben.

Manual C-b / h-g'''
1. Gedackt 8'  
2. Rohrflöte 4'  
3. Prinzipal 2'  
4. Quinte 1 1/3' ab h
5. Oktave 1'  
6. Regal 8'  
Pedal C-d' angehängt
  Mechanische Schleifladen    

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